die Geschichte von Geyer

Kirche und Wachturm

Geyer und seine charakterischen Türme ist keine Bauernsiedlung wie andere Orte im Greifensteingebiet, sondern wurde von Bergleuten gegründet – wie man vermutet, gegen Ende des 14. Jahrhunderts. Die Haupt-Erz-vorkommen enthielten Zinn, aber auch Kupfer und Silber wurden gelegentlich verhüttet. Geyer ist ein Mahnmal dafür, wie gefährlich das Gewerbe der Bergleute gewesen ist und wie verzweifelt ihre soziale Situation war. Schon in “Zedlers Universallexikon” von 1733 kann man nachlesen: “Wie nun nicht zu läugnen, daß ein Bergmann saure Arbeit hat; also sind ihm auch im Gegentheile viele Vortheile in Ansehung dessen gegönnet. Denn wenn einer in deren Gewercken zu Schaden kömmt oder von Krankheit befallen sin, gleichwohl keine Hoffnung zur Wieder-Genesung vorhanden ist, so soll ihm 3-4 Wochen das Lohn, wenn er aber gleich todt blieben, die nothdürftigen Begrbniskosten verschrieben werden.” So sind 1704 mehere in deren Gewercken zu Schaden gekommen, weil in rücksichtslosem Raubbau stürte eiin und begrub unter sich zahlreiche Männer und sogar einige Kinder (noch 1733 arbeiteten hier 103 Bergleute, unter ihnen dreizehn Jungen unter 14 Jahren). Die Einbruchstelle, Pinge genannt, mißt heute 160×200 Meter und ist 70 Meter tief.

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