Schlettau

Zum Schutz des Überganges über die Zschopau und als Wegestation zum Preßnitzer Pass legte man, auf dem Gebeit des heutigen Schlattau, um 1100 ein Kastell an. Um 1413 kam Schlettau in einem Tauschgeschäft zum Kloster Grünhain. 1367 wird Schlettau oppidum genannt, in der Mitte des 15. Jahrhunderts sind die ersten städtischen Rechte belegt. Im Jahre 1515 wurde Schlettau freie Bergstadt. Durch die Stadt Schlettau führt die Ferienstraße Silberstraße. Das bekannteste Tourismusziel ist das Schloss Schlettau. Im darin untergebrachten Museum werden unter anderem historische Exponate der Posamentenherstellung, die in Schlettau heimisch war, gezeigt. Im Zentrum der Stadt steht eine rekonstruierte Kursächsische Postdistanzsäule. Seit 1996 gehört die Gemeinde Dörfel zu Schlettau.
Schloss Schlettau
Das Schloss Schlettau ist das einzige im Landkreis Annaberg im Oberen Erzgebirge. Es gehört zu den wertvollen Baudenkmälern entlang der alten Salzstrasse, die von Halle/Leipzig nach Böhmen und in den Nahen Osten führte. Es liegt zugleich an der ersten Urlaubsstrasse Sachsens, der Silberstrasse, dem Gebiet des Silberbergbaus im 15. bis 17. Jahrhundert.

