Greifenbachstauweiher
oder auch Geyrischer Teich genannt, ist der älteste Stausee des Erzgebiges. Seine Entstehung ist wie vieles der Region auf den Bergbau zurückzuführen und diente dem Zinnbergbau zur Wasserversorgung, so wurde er bereits Ende des 13 Anfang des 14 Jahrhunderts angestaut. Die jetzige Größe von 23ha bei einer Kronenbreite von 413m hat er seit Mitte des letzten Jahrhunderts und wird seit her als Erholungsgebiet genutzt.
An beiden Längsseiten gibt es Liegewiesen und die Ufer sind mit Sand aufgefüllt, womit einem sommerlichen Badespaß nichts im Wege steht. Eine Wasserrutsche auf jeder Seite freut die kleinen Besucher genauso wie der Abenteuerspielplatz.
Hier findet man eine Tauchbasis sowie einen Ruderbootverleih und hat die Möglichkeit eine Runde Minigolf zu spielen.
Berg- und Bingestadt Geyer
Eingebettet in dichte dunkle Nadelwälder liegt die kleine Berg- und Bingestadt Geyer. Durch das herbe Hochplateau ist Geyer im Winter relativ schneesicher und ca. 65 km gespurte Skiwanderwege locken aktive Wintersportler durch den verschneiten Wald. Im Sommer wird auf gut ausgebauten Waldwegen gewandert (z.B. zum Wilden Mann), Rad gefahren oder sich nur einfach im größten zusammenhängenden Waldgebiet des oberen Erzgebirges erholt.
Zu den historischen Sehenswürdigkeiten von Geyer zählt auch der Wachtturm. Er stammt aus den Anfängen der Ortsgeschichte und in seinem alten Gemäuer befindet sich ein sehenswertes Turmmuseum.
Für die Gestaltung des Wilden Mann`s zeigen sich die Mitglieder des Schnitzerheim Geyer verantwortlich. Mit dem Zusammenbruch des Geyersberges wurde das Schicksal des Bergbaues auch in Geyer besiegelt. Zurück blieb der gewaltige Krater – die Binge.
Am Fuße der Greifensteine lockt das große Freizeitbad an den Greifensteinen mit seinen exklusiven Saunen und attraktiven Angeboten. Desweiteren lädt an warmen Sommertagen der Greifenbachstauweiher zum Sonnenbad und wohlverdienden Abkühlung ein. Auch mit surfen, tauchen und Tretboot fahren kann sich hier die Zeit vertreiben. Für eine Wanderung bietet sich das Greifenbachtal, entlang des Röhrgrabens und alter Stolln und Gewerke.
die Sage von Geyer
In einem für das Erzgebirge schlimmen Jahr, in der die Pest und der Hunger, täglicher Gast in allen Hütten der Region war, hatten einige Geier, die über den Bergen kreisten, dem Hühnerhof des Bauerngutes Tannenberg einen schmerzlichen Schaden zugefügt und fast alle Hennen getötet. Der Gutsbesitzer sattelte sein Pferd und wollte den Räubern nachstellen, aber bald schon hinderte ihn dichtes Gestrüpp am Weiterkommen. Also band er sein Roß an einen Baumstamm und versuchte zu Fuß in das Dickicht vorzudringen. Richtig, nicht lange brauchte er zu suchen, da spürte er schon den Horst der Übeltäter auf. Mit Schwert und Axt zerstörte er den Nistplatz, und auch einen der Raubvögel konnte er erlegen. Als er zu seinem Reittier zurückkehrte, nahm er etwas Ungewöhnliches wahr: Es hatte mit seinen Hufen ungeduldig gescharrt und dabei war glitzerndes Zwittergestein zutagegetreten. Der Gutsherr nahm einige von den entblößten Erzstücken auf und brachte sie zu einem Bergmeister, der in der Nähe seiner Hütte hatte. Der kam schon bald mit einigen Bergknappen zu der bezeichneten Stelle, wo man zu graben und zu schlagen anfing. Binnen kurzer Zeit bildete sich an dem Ort eine bedeutende Ansiedlung, die man in dankbarer Erinnerung an das Vorkommnis “Geyer” nannte.
Wachturm
das Heimat & Turmmuseum
Dieser 42m hohe ehemalige Wehrturm, dessen viereckiger Unterbau um 1395 entstanden ist und der mit der angrenzenden Wehrmauer eine massive Wehranlage bildete, stammt aus der frühen Ortsgeschichte. Im Zeitraum 1561-1564 erhielt der Turm einen achteckigen Oberbau, in dem eine Wächterwohnung eingerichtet und Glocken eingehängt wurden. Die Türmerstelle und die Wohnung waren bis Mittes des Jahres 1947 besetzt. Wo einst die Türmerfamilie das kkärgliche Dasein fristete, befindet sich seit 1952 auf sieben Etagen des Turmes das städtische Heimatmuseum, in welchem dem Besucher Wissenswertes zur Stadt- und Bergbaugeschichte, zur Entwicklung der Posamentenindustrie und des Spitzenklöppelns vermittelt wird.
Im Turmmuseum des Geyrischen Wachturms findet man:
- erzgebirgische Mineralien
- ein Funktionsmodell der Binge
- eine Posamentenstube
- präpearierte Tiere und Pflanzen
- der Glockenstuhl
- die Lotterstube mit Zinnsammlung
- und die Heimatstube mit schönem Blick auf die Stadt
Öffnungszeiten:
Mi.-Fr.: 10.00-13.00 Uhr Sa.: 10.00-16.00 Uhr So.: 13:00-16:00 Uhr
Hinweise:
Für Gruppen ab 15 Personen sind nach Absprache auch andere Zeiten möglich.
Telefon:
037346 / 1244
Erlebnisbad an den Greifensteinen
Erlebnisbad
Im Erlebnisbad an den Greifensteinen erleben Sie unter tropischen Palmen unser einmaliges Wellenbecken mit seinen Grotten und Sprudelbereichen. Der 80 Meter lange Wildwasserkanal mit Stromschnellen, Strudel und dem Wasserkarussell garantieren Ihnen eine aufregende Rutschpartie! Das Kinderbadeland lädt alle kleinen Badegäste zum Planschen, Rutschen, Toben und natürlich auch zum Spielen ein. Und das alles hier bei uns in Geyer im Erzgebirge.
die Binge von Geyer
Zu den Sehenswürdigkeiten der Bergstadt Geyer gehört das geologische und Bergbaukundliche Denkmal – die Binge. Übermäßiger Abbau unter Außerachtlassung der notwendigen Sicherheit waren die Ursache für den Zusammenbruch des Zinnstockwerkes Geyersberg in den Jahren 1704 und 1803. Es entstand der gewaltige zerklüftete Krater von 200 bis 250 Metern Durchmesser und ca. 50 Metern Tiefe. Die Binge ist das Wahrzeichen der Stadt und gibt anschaulichen Unterricht über geologische Gegebenheiten und frühere Abbaumethoden.
Führungen:
Organisierte Führungen zu geologischen und historischen Themen. (Anmeldung in der Tourist-Information.) Eine Eigenverantwortliche Besichtigung ist jederzeit möglich.
Hinweise:
Besichtigungen nur auf ausgeschilderten Wegen; sonst Lebensgefahr. Weitere Informationen zur Binge mit Funktionsmodell erhält man im Heimatmuseum, dem städtischen Wachturm.
Anschrift:
Tourist-Information Geyer Altmarkt 109468 Geyer Telefon ( 03 73 46) 1 05 21 Fax ( 03 73 46) 1 05 61
Wilder Mann
Der Wilde Mann ist eigentlich seit 1600 die Bezeichnung für ein Flustück im Geyrischen Wald, die Bezeichnung stammt aus dem Bergbau und galt für Fundorte, die wegen großen Wassereinbruchs oder anderer Naturhindernisse nicht weiter abgebaut werden konnten. Die erste Figur des “Wilden Mannes” entstand etwa 1850. Waldarbeiter versahen einen Baumstamm mit einem groben Mannskopf, der sich etwa 30 Jahre hielt. Danach wurde die Gestalt vom Geyerschen Schnitz- und Grippenverein immer wieder erneuert. Heute steht bereits die 7. Figur an dieser Stelle und ist ca 2,50m hoch. Jährlich am Pfingstsonntag zieht der bärtige Alte hunderte Spaziergänger an.
Die Gestaltung und Wartung des Wilden Mannes obliegt den Mitgliedern des Schnitzerheims in Geyer.
Schnitzerheim Geyer
Seit 1894 gibt es das Schnitzerheim in Geyer. Zu sehen sind verschiedene Objekte der erzgebirgischen Volkskunst. Besonders sehenswert sind mehrere mechanischen Heimat- und Weihnachtsberge mit ihren vielen liebevollen Details. Die Mitglieder des Schnitzerheimes Geyer kümmern sich auch um die Gestaltung und Pflege des “Wilden Mann“.
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Das Schnitzerheim ist das Domizil des Schnitz- und Krippenverein Geyer e.V. Gegründet wurde dieser am 10. Oktober 1894 und ist damit der älteste Schnitzverein im Landkreis Annaberg. Wer Weihnachtsberge kennt ahnt, was sie alles abfordern: Ideen und Phantasie, technisches Verständnis und Geschick – und Schnitzfertigkeiten; denn der Berg muß leben, die “Manneln” sollen sich bewegen. Ureigenstes Anliegen der Gründer des Vereines war es, Weihnachtsberge zu bauen, die die Weihnachtsgeschichte darstellten und die Weihnachtszeit bereicherten. Bergmännische Motive gesellten sich später dazu. Im Jahre 1994, zur hundertsten Wiederkehr der Gründung des Schnitz- und Krippenvereins, wurde die Übergabe eines neuen Schnitzerheimes in der Silberhüttenstraße 15 zur Wirklichkeit.
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AnschriftSchnitzerheim Silberhüttenstr. 15 in 09468 Geyer Telefon: 037346 / 91675 | Öffnungszeiten:Sonntag und Donnerstag 13.00 – 17.00 Uhr |
die Geschichte von Geyer
Geyer und seine charakterischen Türme ist keine Bauernsiedlung wie andere Orte im Greifensteingebiet, sondern wurde von Bergleuten gegründet – wie man vermutet, gegen Ende des 14. Jahrhunderts. Die Haupt-Erz-vorkommen enthielten Zinn, aber auch Kupfer und Silber wurden gelegentlich verhüttet. Geyer ist ein Mahnmal dafür, wie gefährlich das Gewerbe der Bergleute gewesen ist und wie verzweifelt ihre soziale Situation war. Schon in “Zedlers Universallexikon” von 1733 kann man nachlesen: “Wie nun nicht zu läugnen, daß ein Bergmann saure Arbeit hat; also sind ihm auch im Gegentheile viele Vortheile in Ansehung dessen gegönnet. Denn wenn einer in deren Gewercken zu Schaden kömmt oder von Krankheit befallen sin, gleichwohl keine Hoffnung zur Wieder-Genesung vorhanden ist, so soll ihm 3-4 Wochen das Lohn, wenn er aber gleich todt blieben, die nothdürftigen Begrbniskosten verschrieben werden.” So sind 1704 mehere in deren Gewercken zu Schaden gekommen, weil in rücksichtslosem Raubbau stürte eiin und begrub unter sich zahlreiche Männer und sogar einige Kinder (noch 1733 arbeiteten hier 103 Bergleute, unter ihnen dreizehn Jungen unter 14 Jahren). Die Einbruchstelle, Pinge genannt, mißt heute 160×200 Meter und ist 70 Meter tief.










