Greifentseingebiet

Greifensteingebiet

Das Gebiet rund um die Greifensteine mit dem Naturtheater, den Kletterfelsen und dem Stausee im großen Waldgebiet in mitten des Erzgebirges ist ein ideales Ziel für ein verlängertes Wochenende oder auch ein paar Tage mehr. Rund um die Gemeinden Geyer, Ehrenfriedersdorf und Thum finden sich zahlreiche Ausflugsziele und Sehenswürdigkeiten, welche den Familienurlaub, besonders für die kleinen Gäste sehr abwechslungsreich gestaltet. Eine Wanderung durch das wild-romantische Greifenbachtal mit seiner Bergbaugeschichte sei besonders empfohlen.

die Greifensteine

Die Geologie der Greifensteine

Das Erzgebirge entspringt einem Faltengebirge, welches bis auf eine Restscholle im Erdmittelalter abgetragen wurde. Das jetzige Bruchschollengebirge ist eine Pultscholle welche von Südwest nach Nordost herausgehoben und geformt wurde. Im Tertiär füllten sich Risse und Spalten in der Scholle mit Magma welches kurz oberhalb der Erdoberfläche erstarrte und somit die erzgebirgischen Granitstöcke ausbildete. Im Laufe der erdgeschichtlichen Entwicklung wurden diese durch Verwitterung stark verändert und die heute zu sehenden Formen entstanden.

Burg Greifenstein

Die Burg Greifenstein wurde in einer 20 jährigen Bauzeit ab 1180 durch die gleichnamige Herrschaft errichtet. 1372 wurde die Burg erstmals urkundlich erwähnt und wahrscheinlich im 14. Jahrhundert durch einen Brand zerstört und wieder aufgebaut. Mitte des 15. Jahrhunderts wurde die Burg Greifenstein aufgegeben und durch Steinbruchbetrieb restlos abgetragen. Anfang des 19. Jahrhunderts war von der Burg nichts mehr auffindbar, aber Heimatforscher bemühten sich intensiv um die geschichtliche Aufarbeitung und Wiederfindung der Burg. Im Jahre 1969 wurden am heutigen Aussichtsfelsen Überreste und Bearbeitungen aus der Zeit der Burg entdeckt. In den folgenden Jahren wurden bis 1972 bei Ausgrabungen rund um die Granitblöcke über 10.000 Keramiküberreste und Fundstücke aus der früheren Geschichte der Burg Greifenstein entdeckt und aufgearbeitet.

Aus 13 mach 7, der Steinbruch

Die Greifensteine waren bis vor 200 Jahren noch 13 Granitfelsen, von denen 6 im Rahmen von Steinbruchtätigkeiten komplett abgetragen wurden. Auch die  Mulde, das heutige Freilichttheater entstand im Rahmen dieser Steinbrucharbeiten. Einer der übrigen 7 Felsen ist der 732 m ü.N.N. lieget heutige Aussichtsfelsen, die anderen dienen als Kulisse für das Freilichttheater und natürlich für Kletterfreunde aus nah und fern als Herausforderung in allen erdenklichen Schwierigkeitsstufen.

Klettergebiet

Über 100 verschiede Möglichkeiten haben die Kletterer um am Turnerfelsen, der Stülpnerwand, über den Kleinen Brocken Kreuzfelsen  oder am Gamsfelsen oder der Seekofel ihre Fertigkeiten unter Beweis zu stellen. Wer nicht so hoch hinaus will oder etwas sicherer klettern mag, ist im Erlebniskletterwald an den Greifensteinen mit seinen 8 Parcours gut aufgehoben.

Aussichtsfelsen

Über ein paar Treppen können Sie hinauf auf den 32m hohen Aussichtsfelsen steigen um eine einmalige Aussicht auf den Greifensteinstauweiher und eine Panoramaaussicht über die Gipfel des Erzgebirges zu geniessen.

Stülpnerhöhle

Der Volksheld des Erzgebirges stammte aus Scharfenstein und versteckte sich hier vor der Obrigkeit mit der er oft in Fehde lebte. So soll ihm auch diese Höhle an den Greifensteinen als Versteckt gedient haben. Man erzählt sich viele Geschichten über den Wilderer Karl Stülpner der oft gegen Diebe und Räuber vorging, welche die Landbevölkerung zum Opfer hatten. Im Alter von 79 Jahren verstarb am 24.09.1841 er in Scharfenstein.

Die Naturbühne

Bereits im Jahre 1846 gab es hier Aufführungen über die Stülpnerlegende und die Geschichte der Burg Greifenstein, welche jedoch nur Unregelmässig statt fanden. Das Annaberger Stadttheater machte sich erstmals 1931 mit der Kulisse an den Greifensteinen vertraut. Damals gab es 10 Vorstellungen mit insgesamt 6500 Zuschauern. In den folgenden Jahren gab es erstmals feste Spielzeiten, Kulissen wie das Blockhaus wurden errichtet und nach Verbesserung der Sitzplätze wurden die Greifensteine als Landschaftsbühne anerkannt und in der Presse als das imposanteste  Naturtheater in ganz Sachsen bezeichnet. Bis 1938 hatten etwa 163.500 Zuschauer eine Vorstellung an den Greifensteinen gesehen. Seit 1952 wird die Felsenbühne vom Eduard- von-Winterstein-Theater in Annaberg-Buchholz bespielt. Seit 1987 finden auch musikalische Veranstaltungen und Opernaufführungen mit zauberhaften Lichtspielen statt. Von Juni bis September werden auf der Freilichbühne an den Greifensteinen fast täglich Ein bis Zwei Vorstellungen angeboten.

Greifenbachstauweiher

oder auch Geyrischer Teich genannt, ist der älteste Stausee des Erzgebiges. Seine Entstehung ist wie vieles der Region auf den Bergbau zurückzuführen und diente dem Zinnbergbau zur Wasserversorgung, so wurde er bereits Ende des 13 Anfang des 14 Jahrhunderts angestaut. Die jetzige Größe von 23ha bei einer Kronenbreite von 413m hat er seit Mitte des letzten Jahrhunderts und wird seit her als Erholungsgebiet genutzt.

An beiden Längsseiten gibt es Liegewiesen und die Ufer sind mit Sand aufgefüllt, womit einem sommerlichen Badespaß nichts im Wege steht. Eine Wasserrutsche auf jeder Seite freut die kleinen Besucher genauso wie der Abenteuerspielplatz.

Hier findet man eine Tauchbasis sowie einen Ruderbootverleih und hat die Möglichkeit eine Runde Minigolf zu spielen.

 

 

Thum

ThumDie Stadt Thum liegt am Jahnsbach das gleichnamige Waldhufendorf schliesst sich im Westrand des Bergstädtchens an. Im Osten liegt der Ortsteil Herold, ebenfalls ein Waldhufendorf. Im Süden grenzt an die Stadt das Waldgebiet der Greifensteine.

Thum wurde 1389 erstmals urkundlich erwähnt. 1445 wurde die Siedlung als Bergstädtlein bezeichnet. 1469 erkauften die Thumer Bürgerschaft die obere und niedere Gerichtsbarkeit, was als Erwerb der Stadtrechte anzusehen ist. Thum hat mit dem jährlichen Orchestertreff und dem Werfertag zwei Events, welche über die Landesgrenzen hinaus Beachtung finden.

Besonders interessant:

Jahnsbach

JahnbachDer Ort Jahnsbach, heutiger Ortsteil der Stadt Thum, liegt als typisches zweiseitiges Waldhufendorf direkt im Zentrum des wunderschönen Erzgebirges und bildet eine der Hauptzufahrten zum Greifensteingebiet mit dem idyllischen Greifenbachstauweiher.

Von dichten Wäldern umgeben, ist die Region rund um die Greifensteine besonders zu empfehlen. Die Waldwege bieten hervorragende Radfahr- und Wandermöglichkeiten. Im Herbst hält es keinen Wanderer im Haus und im Winter bieten gespurte Langlaufloipen ein sportliches Betätigungsfeld. Bekannt ist das Erzgebirge aber auch als Weihnachtsland. Die Adventszeit mit seinem Lichtermeer ist die schönste Zeit des Jahres. Besonders begeistert sind alle Gäste von den alljährlichen traditionellen Bergparaden in Annaberg-Buchholz und vielen anderen Städten und Gemeinden.

Jahnsbach ist Teil der Urlaubsregion Rund um die Greifensteine, zu der auch die Berg- und Bingestadt Geyer, Thum, Ehrenfriedersdorf sowie die Gemeinde Hormersdorf zählen.

Ehrenfriedersdorf

Blick vom Sauberg auf Ehrenfriedersdorf

Ehrenfriedersdorf liegt am oberen Lauf im Tal der Wilisch auf einer Höhe von rund 600 m. Im Westen befinden sich die Höhen der Greifensteine und im Osten der Sauberg und der Kalte Muff mit der Franzenshöhe.

Ehrenfriedersdorf wurde wie auch das übrige Gebiet des mittleren Erzgebirges im 12. Jahrhundert besiedelt. Im 13. Jahrhundert kam es durch Funde von Zinn zum Aufschwung. 1339 wurde die Siedlung als Erinfritstorf erstmals urkundlich erwähnt. Mitte des 15. Jahrhunderts besaß der Ort volle Stadtrechte und galt als einer der reichsten im Erzgebirge.

Ehrenfriedersdorf ist Teil der Urlaubsregion Rund um die Greifensteine, zu der auch die Berg- und Bingestadt Geyer, Thum  sowie die Gemeinden Jahnsbach und Hormersdorf zählen.

Sehenswert:

Berg- und Bingestadt Geyer

GeyerEingebettet in dichte dunkle Nadelwälder liegt die kleine Berg- und Bingestadt Geyer. Durch das herbe Hochplateau ist Geyer im Winter relativ schneesicher und ca. 65 km gespurte Skiwanderwege locken aktive Wintersportler durch den verschneiten Wald. Im Sommer wird auf gut ausgebauten Waldwegen gewandert (z.B. zum Wilden Mann), Rad gefahren oder sich nur einfach im größten zusammenhängenden Waldgebiet des oberen Erzgebirges erholt.

Zu den historischen Sehenswürdigkeiten von Geyer zählt auch der Wachtturm. Er stammt aus den Anfängen der Ortsgeschichte und in seinem alten Gemäuer befindet sich ein sehenswertes Turmmuseum.

Für die Gestaltung des Wilden Mann`s zeigen sich die Mitglieder des Schnitzerheim Geyer verantwortlich. Mit dem Zusammenbruch des Geyersberges wurde das Schicksal des Bergbaues auch in Geyer besiegelt. Zurück blieb der gewaltige Krater – die Binge.

Am Fuße der Greifensteine lockt das große Freizeitbad an den Greifensteinen mit seinen exklusiven Saunen und attraktiven Angeboten. Desweiteren lädt an warmen Sommertagen der Greifenbachstauweiher zum Sonnenbad und wohlverdienden Abkühlung ein. Auch mit surfen, tauchen und Tretboot fahren kann sich hier die Zeit vertreiben. Für eine Wanderung bietet sich das Greifenbachtal, entlang des Röhrgrabens und alter Stolln und Gewerke.

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