Rezepte & das Neinerlaa
- Brotworscht mit Linsen, doß im neie Gahr’s klaane Gald net ausgieht. (Bratwurst mit Linsen, daß das Geld nicht ausgeht.)
- Haarich mit Äppelsalat (Hering mit Apfelsalat)
- Grütze mit Waldbeeren
- Sammelmilch, doß de Klippelspitzen schie weiß bleibn. (Semmelmilch, daß die Klöppelspitzen schön weiß bleiben.)
- Ruter Rüb’nsalat, dar macht schiene rute Backle. (Roter Rübensalat, der macht schöne rote Wangen.)
- Selleriesalat
- Gänsebrotn mit Blaukraut und Sauerkraut (Gänsebraten)
- Kließ, soll’n viel grußes Gald eibrenge. (Klöße, sollen viel großes Geld einbringen.)
- Süß – Sauerer Schwammeeintopf, Brot und Salz (Pilzeintopf)
Auf Vorbestellung erhalten Sie auch bei uns einen Einblick in diese erzgebirgische Tradition, Unser Neunerlei.
Schwammesuppe
Zutaten
- 500g frische Mischpilze,
- 1Liter gut gewürzte Fleischbrühe,
- gehackte Petersilie,
- 60-80g Mehl,
- 2 Eigelb,
- 0,1Liter Sahne,
- 100g Semmelbrot oder Brötchen,
- 100g Butter
Zubereitung
- Die frischen Pilze (Steinpilze, Champignons oder Mischpilze) werden geputzt und in Scheiben geschnitten.
- Mit ein wenig Butter in einer Kasserolle gedünstet, mit Mehl angestäubt, dann mit der Fleischbrühe aufgegossen und ca. 20 Minuten langsam verkocht.
- Anschließend Eigelb und Sahne verrühren und in die nicht mehr kochende Suppe einrühren.
- Mit etwas weißem Pfeffer und frisch gehackter Petersilie verfeinern und über geröstete Semmelscheiben in den Teller geben.
Meine Bewertung
Nesselsuppe
Zutaten
- 1 1/2 Liter Wasser oder Fleischbrühe etwa
- 3 – 6 Hände voll junge Nesselblätter
- 120 – 150 g Grieß
- 2 Eier
- 1 Eßlöffel Butter
- Salz, Paprika, Lobeerblatt, Knoblauch, Wacholderbeeren, etwas Zwiebel
Zubereitung
- Das Wasser mit den Gewürzen zum Kochen bringen, die gewaschenen und feingewiegten Nesselblätter darin kochen, ca. 10 Minuten.
- Dann den Grieß einstreuen und nachdem er ausgeqollen ist, die Eier zugeben.
- Die Suppe vom Herd nehmen, Butter unterrühren.
- Nach Belieben Schnittlauch oder Petersilie einstreuen.
Meine Bewertung
Linsentopf
Zutaten
- 500 g Linsen
- 100 g Bauchspeck
- 3 Zwiebeln
- 1 Möhre
- 100 g Sellerie
- 100 g Soßenlebkuchen
- 2 Eßlöffel Mehl
- Klare Fleischsuppe
- 2 Liter Wasser
- 4 geräucherte Bratwürste zu je 100 g
- Salz, Zucker, Essig, Pfefferkörner
Zubereitung
- Die Linsen verlesen, gut waschen und in etwa 1 1/2 Liter Wasser über Nacht weichen lassen.
- Im Einweichwasser ansetzen, die Fleischsuppe, 1 Eßlöffel zerdrückte Pfefferkörner, die roh in Streifen geraspelte Möhre und den Sellerie dazugeben und auf kleiner Flamme weichkochen.
- Den Soßenlebkuchen zerbröckeln und einstreuen.
- Das Mehl in einem kleinen Pfännchen unter ständigem Rühren braun rösten, abkühlen lassen, mit wenig kaltem Wasser anrühren, an die Linsen geben und kurz aufkochen lassen.
- Den gewürfelten Speck auslassen, die gewürfelten Zwiebeln darin leicht bräunen, mit 1 Eßlöffel Zucker überstreuen (der ebenfalls leicht bräunen soll), mit 1 Eßlöffel Essig ablöschen und das süßsaure Zwiebelgemisch an den Linsentopf geben. Die geräucherte Bratwurst in dicke Scheiben schneiden, im eigenen Fett kräftig anbraten und auf den fertigen Linsentopf geben, der vorher noch mit wenig Salz, Zucker, Essig und Pfeffer pikant abgeschmeckt wird.
- Man kann den Linsentopf auch mit 150 g rohem, kurzgeschnittenen Sauerkraut oder 150 g gewürfelten, sauren Gewürz- oder Senfgurken vermischen; anstelle von Bratwurst ist auch geräucherter Schweinekamm möglich.
Meine Bewertung
Butterstollen
Zutaten
- 1000 g Mehl
- 120 g Hefe
- 1/4 bis 1/2 l Milch
- 500 g Rosinen
- 400 g Zitronat
- 500 g Butter
- 375 g süße Mandeln
- 75 g bittere Mandeln
- 250 g Zucker
- 2 Päckchen Vanillinzucker
- Zitronenaroma
- 1/8 l Rum
- 1 Messerspitze Muskat
- Salz
Zum Bestreichen für 2 Stollen:
- 150 g Butter,
- 5 EL Zucker,
- 2 Päck. Vanillinzucker
- 200 g Puderzucker
Zubereitung
- Die Rosinen am Vortag sauber auslesen, waschen, 1 Stunde mit kaltem Wasser bedeckt stehen lassen, dann gut abtropfen lassen, nach und nach mit Rum beträufeln dabei das Gefäß mit den Rosinen immer abdecken, damit keine Geruchs- und Geschmacksstoffe verloren gehen.
- Aus der zerbröckelten Hefe, etwa 1/4 l lauwarmer Milch und dem gesiebten Mehl einen Vorteig bereiten und 15 Minuten an einem zugfreien, aber nicht zu warmen Ort gehen lassen.
- Die Hälfte der Butter, gut geschmeidig gerührt, die zur Hälfte grob geraspelten, zur Hälfte fein geriebenen süßen Mandeln, die fein geriebenen bitteren Mandeln, das gewürfelte Zitronat und die Messerspitze Muskat dazugeben und unterkneten.
- Die vorbereiteten Rosinen zusammen mit der anderen Hälfte der geschmeidigen Butter zum Schluß unter den Teig wirken (scheint er zu trocken, noch etwas lauwarme Milch dazugeben), das Ganze nochmals gehen lassen und dann wieder zusammenwirken (von einem sorgfältigen gleichmäßigen Durchwirken und Kneten ist die Qualität des Stollens mit abhängig).
- Aus der angegebenen Menge lassen sich zwei Stollen herstellen: Die Stollen länglich oval formen, in der Mitte längs etwas einkerben, auf einem gebutterteten, leicht bemehlten Backblech nochmals etwa 30 Minuten gehen lassen und dann bei Mittelhitze backen (wird die Hitze beim backen zu stark, mit Pergamentpapier oder Alufolie abdecken).
- Den Stollen abkühlen lassen, gut mit zerlassener Butter einstreichen, mit Zucker und Vanillinzucker bestreuen, nochmals mit Butter beträufeln und dick mit Puderzucker bestreuen.
Die Variationen der sächsischen Weihnachtsstollen unterscheiden sich im wesentlichen durch die veränderten Portion der zutaten: mehr Rosinen ergeben den Rosinenstollen, reichlich Mandeln den Mandelstollen, mehr Butter oder Butterschmalz den Butterstollen, statt Rosinen kann auch geraspelte oder grob gehackte bittere Schokolade verwendet werden.
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Rauchemaad
Zutaten
- 1500 g gekochte Kartoffeln
- 75 g Leinöl
- Speck
- Butter oder Butterschmalz
- Salz
Zubereitung
- Die mit der Schale Gekochten Kartoffeln pellen, auskühlen lassen, fein reiben und mit einer Prise Salz gut vermischen.
- In einer Pfanne Öl, Speckwürfel oder Butter bzw. Butterschmalz zerlassen, die geriebene Kartoffelmasse (reichlich 200 g je Portion) etwa 1 cm dick in die Pfanne mit dem heißen Fett drücken und einseitig backen lassen, bis eine schöne braune Kruste entstanden ist, wobei sich die gesamte Masse erhitzt und durchbäckt.
- Die Rauchemaad mit der gebratenen Seite nach oben auf den Teller stürzen und einigea Butterflöckchen obenauf setzen.
Meine Bewertung
Buttermilchgetzen
Zutaten
- 1500 g geschälte rohe Kartoffeln
- 375 bis 500 g geschälte gekochte Kartoffeln
- 3/8 bis 1/2 l Buttermilch
- 125 g Speck
- Salz
- 1Ei
- etwas Mehl
Zubereitung
- Die rohen Kartoffeln fein reiben, das austretende Wasser etwas abgießen (nicht wie bei der Kloßzubereitung vollständig ausdrücken), die Stärke auffangen und an die Getzenmasse zurückgeben.
- Die gekochten Kartoffeln ebenfalls fein reiben, mit den rohen Kartoffeln mischen, die Buttermilch dazu gießen, leicht salzen und alles gut verrühren ( die Menge der gekochten Kartoffeln und der Buttermilch ist abhängig vom Stärkegehalt der Kartoffeln und deshalb nicht genau zu bestimmen: Es soll eine dicke, aber noch flüssige Kartoffelmasse entstehen).
- In der Getzenpfanne (einer rechteckigen eisernen Pfanne) oder im eisernen Tiegel grob gewürfelten Speck auslassen, die Kartoffel-Buttermilch-Masse etwa 1 1/2 cm dick einfüllen und in der möglichst heißen Röhre (ohne Wenden)
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Holundersuppe
Zutaten
- 1 kg Holunderbeeren
- 3 Eßlöffel Zucker
- 2 Eßlöffel Grieß
- 2 Eßlöffel Orangensirup
- 1 Glas Weinbrand oder Rum für die Klößchen
- 1/8 Liter Milch
- 50 g Grieß
- 1 Teelöffel Butter
- 1 Ei
- Salz
Zubereitung
- Die Holunderbeeren waschen und von den Stielen abstreifen.
- In 1 Liter Wasser 10 Minuten durchkochen lassen, durch ein Sieb streichen, nochmals aufkochen lassen, den Zucker dazugeben, den Grieß einstreuen und ausquellen lassen.
- Mit Orangensirup und Rum abschmecken. Milch und Butter mit einer Prise Salz zum Kochen bringen, den Grieß einstreuen und so lange mit dem Holzlöffel umrühren, bis sich die Grießmasse vom Boden löst.
- Das Ei unter die leicht abgekühlte Grießmasse mischen, mit dem Teelöffel ovale Klößchen abstechen und in leicht gesalzenem Wasser garziehen lassen.
- Die Klößchen als Einlage in die Suppe geben, die heiß oder kalt serviert werden kann.
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