Bergkirche Sankt Marien
die einzige Bergkirche Sachsens
Direkt am Annaberger Marktplatz wurde die Bergkirche St. Marien 1502 bis 1511 errichtet.
Das Gotteshaus diente bis 1863 ausschließlich der bergmännischen Andacht, zumal die Baukosten überwiegend aus den “Wochenpfennigen” der Bergknappschaft bestritten wurden.
Durch den großen Stadtbrand 1604 schwer beschädigt, wurde die Bergkirche zwischen 1614 und 1616 unter Beibehaltung der durch den spätgotischen Gründungsbau vorgegebenen Dreischiffigkeit in Renaissanceform wieder aufgebaut. Nach dem Brand von 1731 erhielt das Gotteshaus 1734 ein neues Dach und 1737 einen neuen Turm.
Nach umfangreicher Sanierung wurde die Bergkirche am 25. September 2005 mit einem neuen Nutzungskonzept feierlich eröffnet.
So bleibt sie in ihrer Einmaligkeit als Zeuge mittelalterlichen Bergbaus der erzgebirgischen Montanregion erhalten und beherbergt mit der Bergmännischen Krippe einen ganz besonderen Schatz.
Die Bergmännische Krippe
wird ein unverwechselbares Markenzeichen der Berg- und Adam-Ries-Stadt etabliert.
Der Ausdruck BERGstadt trifft die Charakteristik von Annaberg-Buchholz – die Lage am Hang des Pöhlberges, die umfangreichen Bergbauaktivitäten, das Schaffen berühmter Bergherren, Handwerker und Künstler und nicht zuletzt die umfassenden Sachzeugen der Bergbaugeschichte. In der einzigen knappschaftlichen Sonderkirche Sachsens „St. Marien“ kann man mit der Bergmännischen Krippe sehr eindrucksvoll die enge Verbundenheit des christlichen Glaubens mit der bergmännischen Tradition nachvollziehen. Die Gruppe besteht in diesem Jahr bereits aus 25 geschnitzten Großfiguren. Bestaunen Sie eine außerordentliche Meisterleistung erzgebirgischer Holzbildhauerkunst.
Im Gegensatz zur herkömmlichen Weihnachtskrippe stellen die Figuren dieser Bergmännischen Krippe traditionelle Bergleute bzw. Bürger aus dem 16. Jahrhundert dar. So bringen nicht die drei Heiligen aus dem Morgenland dem neugeborenen Christkind ihre Gaben, sondern drei Bergbeamte aus den führenden erzgebirgischen Bergbaurevieren, aus dem Freiberger, dem Schneeberger und dem Annaberger Revier. Selbst die Heilige Familie ist mit der Darstellung von Josef als Bergzimmerer mit der bergmännischen Tradition verbunden. Die Heilandgeburt wird durch stadttypische Figurengruppen aus dem 16. Jahrhundert verkündet. So sind beispielsweise aus der Gruppe “Stadtwache” die Bettlerin und der Schutzmann, aus der Gruppe “Gelehrte” Lehrer, Pfarrer und Kurrendeknabe, aus der Gruppe “Stadtgespräch” Rufer und Hörer, die Kinder oder der Meister aus der Gruppe “Bäckerfamilie” zu bewundern.
Besichtigungszeiten:
täglich 11.00 – 17.00 Uhr
Kontakt:
Ev.-luth. Kirchgemeinde St. Annen
Kleine Kirchgasse 23
09456 Annaberg-Buchholz
Tel.: 03733/ 23 190

